Kürzlich waren wir mal wieder ein wenig in der örtlichen Bronx spazieren, die so garnichts mit dem sonst so üblichen Touri-Idyll zu tun hat.

Anstelle einsamer Schiffe auf Ostsee, malerisches Ghetto in Buntekuh. Ja, der Ortsteil heißt wirklich so.

Gegenden, wo Parkhäuser wie Bunker aussehen und die Anwohner viel frische Luft geniessen können.

Seit einiger Zeit faszinieren mich Schilder und Benachrichtigungen aller Art. Botschaften aus der Nachbarschaft, vom Balkon gegenüber, was könnten sie bedeuten?

Sieben gleichartige Unterhosen an Rentnerwäscheleine. Mögliche Erklärung: Sonderangebot bei Woolworth oder 7 auf 1 Streich? Unklar. Gleichzeitig teilen uns wildfremde Menschen Dinge mit, die wir überhaupt nicht wissen wollen:

Interessant auch die Tatsache, dass scheinbar viele Ärzte ihre Profession nach ihrem Namen ausgewählt haben:

Derweil kann man anderswo für wenig Geld ein Rückgrad shoppen
, während diese Anwaltskanzlei zu meinen absoluten, bislang ungeschlagenen Favoriten gehört:

Der Urlaub ist leider vorbei und pünktlich zum Arbeitsbeginn scheint hier zum mindestens teilweise die Sonne. Anstelle besagter Paddeltour waren ein paar Tage Berlin angesagt. Das erste Mal seit ewigen Zeiten in der Hauptstadt. Todesmutig mit dem Auto in das baustellengeplagte Getümmel. Natürlich die falsche Abfahrt erwischt, da die gewünschte irgendwie nicht mehr vorhanden war und irgendwie vom Brandenburger Tor doch noch zur “Tentstation” gefunden.

Das stillgelegte Freibad 5 Minuten Fußweg vom Hauptbahnhof entfernt ist ein ganz passabler Zeltplatz für Leute, die nicht allzuviel Kompfort und Ruhe erwarten. Also eigentlich war dort einigermaßen Ruhe nur diese besoffene, grölende englische Reisegruppe hat uns eine Nacht um den Schlaf gebracht. Da hat sich “budget expeditions” so der Name des Reiseveranstalters nicht gerade mit Ruhm bekleckert.
Auf dem Weg durch das idyllische Berlin
sind wir auch durch das Regierungsviertel gelaufen, wo sich in erster Linie frierende Verkehrspolizisten die Beine in den Bauch gestanden haben, um unschuldige Reisende am Fortkommen zu hindern. Das Regierungsviertel samt Ministergärten ist insgesamt sehr enttäuschend. Riesige Gebäude die beeindruckend sein sollen, die aber allesamt irgendwie ziemlich tot wirken.

Also schnell raus aus dem toten Viertel hin zu den Ecken in denen angeblich das Leben tobt. So richtig haben wir es nicht gefunden, aber wir ja auch nur ein paar Tage in der Stadt unterwegs und uns fehlte die fachkundige Führung. Immerhin Graffiti scheint nachwievor recht groß zu sein, wie folgenden Beispiele zeigen:
und 